Unfallgeschädigter muss Kürzungen bei den Gutachterkosten in der Regel nicht hinnehmen.

Wer einen Verkehrsunfall erleidet, bei dem das eigene Fahrzeug beschädigt wird, beauftragt in der Regel einen Sachverständigen, der die Höhe des Fahrzeugschadens taxiert. Dieser Sachverständige bekommt für seine Tätigkeit ein Honorar. Wenn der Unfallgegner den Schaden verursacht hat, muss er dem Geschädigten die Gutachterkosten erstatten. Einzelne Haftpflichtversicherer versuchen, das Gutachterhonorar zu kürzen. Selbst wenn eine Gutachterrechnung überhöht wäre, ohne dass dies der Geschädigte selbst erkennen muss, steht ihm die volle Erstattung des Sachverständigenhonorars zu.

Urteil des Amtsgerichts Deggendorf vom 08.03.2012, GZ: 1 C 79/12